18.01.2021

Heimatvertriebene und ihre Tracht

Trachtenforschungsstelle sucht für Publikation textile Zeugnisse

Stickereien an einer Tracht aus dem Egerland. Bildquelle: Katrin Weber

Stein – Die Trachtenforschungs- und -beratungsstelle des Bezirks Mittelfranken plant eine zirka 200-seitige reich bebilderte Publikation zum Thema „Heimat im Gepäck: Vertriebene und ihre Tracht“. Katrin Weber, die die Dienststelle mit Sitz im Kulturhaus des Bezirks in Stein, Ortsteil Unterweihersbuch, leitet, möchte mit ihrem Werk breite Teile der Bevölkerung ansprechen.

Renommierte Experten wie den Würzburger Historiker Professor Dr. Matthias Stickler konnte die Trachtenberaterin bereits für ihr Vorhaben gewinnen. Nachgespürt wird beispielsweise der Frage, warum die Tracht bei Vertriebenen der dritten und vierten Generation immer noch eine wichtige Rolle spielt.

„Es geht mir bei diesem Projekt vor allem darum, herauszufinden, wie und ob Vertriebene sich über ihre Tracht definieren. Inwiefern tragen Trachten zur Integration oder Abgrenzung bei?“, so Weber, selbst Enkelin eines Oberschlesiers. Als „absoluten Glücksfall“ bezeichnet sie die Schenkung einer sudetendeutschen Tracht samt der dazugehörigen Lebensgeschichte der Trägerin, niedergeschrieben von deren Nichte. Selbst hat die Trachtenforschungs- und -beratungsstelle in ihrem Textilarchiv nur wenige Stücke aus Pommern, Schlesien und dem Banat, „rein sammlungstechnisch war das in der Vergangenheit nicht unser Hauptthema“.

Dabei sei gerade die Geschichte der Heimatvertriebenen „ein wichtiger Bestandteil fränkischer Identität“, für viele sei die Metropolregion nach dem Krieg zur zweiten Heimat geworden, so die Expertin. Für ihr Buchprojekt, das im Herbst 2021 erscheinen soll, ist Katrin Weber noch auf der Suche nach Trachten von deutschen Vertriebenen im Zweiten Weltkrieg, idealerweise mit der dazu gehörigen Lebensgeschichte. Wer Entsprechendes beitragen kann, möchte sich bitte unter der Telefonnummer 0981/4664-5020, E-Mail: trachtenforschung@bezirk-mittelfranken.de melden.

 

18.01.2021

Pelikane im Winterquartier

Nürnberg – Während die meisten Tiere im Tiergarten der Stadt auch an Frosttagen auf ihren Freianlagen oder in den Tierhäusern untergebracht sind, kommen einige Vögel und Reptilien ins Winterquartier. Eingewintert werden etwa Waldrappe, Europäische Löffler oder Pelikane. Auch Griechische Landschildkröten werden frostfrei überwintert.

Die im Tiergarten Nürnberg gehaltene Kolonie aus 29 Rosa- und Krauskopfpelikanen kommt ins Winterquartier, eine Halle im Betriebshof, sobald sich auf dem Weiher eine erste Eisschicht bildet. So wird der Tiergarten dem Sicherheitsbedürfnis der Vögel gerecht. Anderenfalls könnte es einem Fuchs gelingen, über das Eis des Weihers in die Kolonie einzudringen und die Vögel zu reißen.

Zu ihrem Schutz befinden sich die Rosa- und Krauskopfpelikane des Tiergartens der Stadt Nürnberg derzeit im Winterquartier in einer Halle im Betriebshof des Zoos.