Beratungsstelle für ausländische Qualifikationen in Franken: ZAQ+ wird fortgeführt
Die Leistungen der Zentralen IQ-Beratungsstelle zur Anerkennung ausländischer Qualifikationen (ZAQ+) werden weiter angeboten. Das IQ steht für „IQ – Integration durch Qualifizierung“. Die ZAQ+ unterstützt seit ihrer Gründung 2012 Zugewanderte bei der Integration in den Arbeitsmarkt und ist am Bildungszentrum im Bildungscampus Nürnberg angesiedelt. Sie bietet eine neutrale, unabhängige und kostenfreie Beratung für Menschen aus Mittel-, Ober- und Unterfranken, die im deutschen Arbeitsmarkt Fuß fassen wollen. Die Mitarbeitenden beraten per E-Mail, telefonisch, online per Video und persönlich. Die Förderung der Beratungsstelle wurde nun weiter bewilligt und bis 31. Dezember 2028 verlängert.
Beruf und Arbeit zu haben, sind wichtige Voraussetzungen für die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen und damit für einen erfolgreichen Integrationsprozess. Oft werden bereits erworbene berufliche Qualifikationen im Ausland jedoch nicht ohne Weiteres anerkannt. Das Gesetz über die Feststellung der Gleichwertigkeit von Berufsqualifikationen – das Berufs-qualifikationsfeststellungsgesetz – garantiert allen Menschen in Deutschland ein Verfahren zur Prüfung dieser Abschlüsse. Anerkennungsverfahren sind komplex, es gibt eine Vielzahl anerkennender Institutionen wie Bezirksregierungen, Kammern, Berufsverbände oder Fachschulen.
Die ZAQ+ am Bildungszentrum der Stadt Nürnberg ist die zentrale Anlaufstelle für alle Migrantinnen und Migranten in Mittel-, Ober- und Unterfranken, die eine Beratung zur Anerkennung ihrer Berufs- oder Schulabschlüsse wünschen.
„Die ZAQ+ steht Ratsuchenden in den oft nicht leicht durschaubaren Systemen und Verfahren zur Anerkennung der Berufsqualifikation zur Seite. Damit ist sie ein wichtiger Motor bei der Integration in Nürnberg und Franken“, so Arne Zielinski, Direktor des Bildungscampus Nürnberg.
Leistungsspektrum und finanzielle Basis
Das Leistungsspektrum der ZAQ+ umfasst die Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung. Sie berät vor, während und gegebenenfalls nach Abschluss des Anerkennungsprozesses. Sofern es nach einem Bescheid weitere Fragen gibt oder eine teilweise Anerkennung vorliegt, bleibt die Beratungsstelle auch danach ansprechbar für die Verwertung ausländischer Abschlüsse. Auch bei Fragen zu weitergehenden Qualifizierungen kann man sie kontaktieren.
Die Ratsuchenden stammen aus den Ländern der EU und aus Drittstaaten (mit Spätaussiedlerinnen und -aussiedlern). Unter ihnen sind hochqualifizierte Fachkräfte, viele mit akademischen Abschlüssen. Ein großer Anteil von ihnen stammt aus so genannten „Mangelberufen“, insbesondere aus akademischen, etwa Ärztinnen und Ärzte, und nichtakademischen Gesundheitsfachberufen, beispielsweise Pflegefachkräfte.
Finanziert wird die Beratungsstelle durch das bundesweite Förderprogramm „IQ – Integration durch Qualifizierung“, das auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund abzielt. Das Programm wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus gefördert.
Detaillierte Informationen finden sich auf der Webseite des Bildungszentrums der Stadt Nürnberg unter go.nuernberg.de/zaqplus. Telefonisch ist die Stelle unter 09 11 / 2 31-1 05 52 erreichbar.
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